Die Serie hält auch gegen Mühlenfeld

Halb voll oder halb leer? Es ist immer eine Sache der Betrachtung. So oder so ähnlich fühlten sich die Blauen am Sonntag nach dem Spiel gegen Mühlenfeld, denn einerseits hat die Serie von 17 ungeschlagenen Spielen in Serie weiter Bestand. Andererseits war das Spiel auch nicht das, was sich Akteure und Zuschauer erwartet haben. Was also mitnehmen? Ansichtssache.

Schnelle Führung und dann Leerlauf

Die Blauen begannen die Abschiedstour von Henrik Larsen mit einer Viererkette, was an der Verletzung von Justin Grete und der Gelbsperre von Moritz Alten liegt und nicht etwa an taktischen Experimentierfreudigkeiten. So begann Malik Dieudonne Mamadou im Abwehrzentrum neben Emin Sassi, Vladyslav Pronko verteidigte außen wie Yannick Bahls und Anton Zholud versuchte sein Glück weiter offensiv. Dort begann auch Abdulmalik Abdul und der SVA startete druckvoll. Eine erste Aktion hatte David Sitzer nach sechs Minuten, die Führung besorgte dann Aron Gebreselasie nach einer knappen Viertelstunde per Elfmeter, Anton Zholud war gefoult worden. Björn Masur versuchte es nach Flank von Yannick Bahls noch sehenswert, Abdulmalik Abdul anschließend aus Abseitsposition und nach 20 Minuten war die Führung einerseits verdient, andererseits machten die Blauen auch richtig gute Laune. So konnte es doch weitergehen, oder nicht? Die Antwort ist recht simpel: Nein. Der Gast aus dem Mühlenfeld festigte sich defensiv, die Arminen erspielten sich keine Torchancen mehr, aber blieben zunächst noch feldüberlegen. Malik Dieudonne Mamdou klärte zunächst noch kraftvoll nach 30 Minuten, kurz danach war die Innenverteidigung übertölpelt und verursachten einen Foulelfmeter. Ob das mit Fünferkette auch passiert wäre? Ansichtssache. Der Torhüter der Gäste setze den fälligen Elfer unhaltbar unter die Latte und damit gelang den Gästen der Ausgleich. Viel war bis dahin nicht mehr passiert und viel passierte auch bis zur Halbzeit, eine herrliche Volleyabnahme von Björn Masur nach Vorlage von Dag Rüdiger sollte aber noch Erwähnung finden. Über die Außenbahnen bekamen die Blauen keinen Zugriff, die Mitte wurde gut zugestellt und so ging das Unentschieden zur Halbzeit auch in Ordnung.

Rettung in letzter Sekunde

Die Geschichte der zweiten Halbzeit ist bis kurz vor Ende schnell erzählt. Das Wetter war gut, es gab kalte Getränke und irgendwo trällerten Vögelchen. Die Zuschauer tauschten sich über anstehende Aufgaben in der Kleingartenkolonie aus oder teilten neueste Erkenntnisse, was mit künstlicher Intelligenz im Internet so möglich sei und auf dem Platz plätscherte ein Spiel vor sich hin, welches auch wirklich keine Highlights bot. Die Gäste machten ihre Sache gut, spielten sich sogar offensiv frei und hatten defensiv keine großen Probleme zu lösen. Dag Rüdiger mit einem Abschluss kurz nach Wiederanpfiff und Abdulmalik Abdul mit einer netten Aktion, die aber jäh unterbunden wurde und das war es auch schon. Es lief die 84. Minute, als es gefährlich wurde und der SVA erstmals über den Flügel kombinierte. Vladyslav Pronkos Flank fand Björn Masur, der den Fuß hinhielt und zur Führung einnetzte, jedoch im Abseits stand. Die Fahne war sofort oben und fast allen im Stadion umgehend klar, dass die Führung keinen Bestand hatte. Das war nicht einmal Ansichtssache. Warum Offensivspieler im gegnerischen wie im eigenen Strafraum gefährlich sein können, bewies dann Shin Akimoto, der zwei Minuten vor Ende einen Strafstoß für die Gäste verursachte. Das lag nun wirklich nicht in der Luft. Der eingewechselte Elfmeterschütze scheiterte zunächst an Dominik Grimpe, versenkte aber den Nachschuss und plötzlich lag der SVA zurück! Nun schaltete die Truppe aber umgehend zwei Gänge hoch, denn verlieren wollte man nun wirklich nicht. Yannick Bahls versuchte es zunächst per Flanke, aus dem Gewühl kam fast der Ausgleich zustande. Eine letzte Ecke, tief in der Nachspielzeit. Anton Zholud servierte, der Klärungsversuch mißglückte und Dag Rüdiger fiel der Ball vor die Füße. Eiskalt legte er sich die Murmel noch auf denn anderen Fuß, zog ab und versenkte den Strahl im Knick! Was für ein Tor! Jubel, Ausgleich, Abpfiff! Die Serie ist gerettet, aber eigentlich hatte man sich schon einen Sieg ausgerechnet, oder nicht? Also herrschte irgendwie einerseits Enttäuschung, andererseits auch die Freude über solch ein schönes, spätes Ausgleichstor. Und nun? Tja, Ansichtssache. Es gab als Diskussionsbedarf nach Abpfiff bei dem einen anderen Kaltgetränke, aber auch das gehört zum Fußball und diese Ansicht teilen wir doch alle, oder?

Zwote spielfrei

Unsere zweite Mannschaft iwae an diesem Wochenende nicht im Einsatz und ist erst am 29.03. ist die Zwote wieder gefordert. Am Tag zuvor, dem 28.03. treten die Blauen beim SV Bavenstedt an, Anpfiff ist um 15 Uhr. 

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Samstag, 22.03.2026, 15:00 Uhr:
SV Bavenstedt gegen SV Arminia Hannover
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