Mit Schabernack und Klamauk zum Heimerfolg – 3:1 gegen den TSV Godshorn

Zwei lange Wochen ohne Fußball lagen hinter dem Publikum, welches nach diversen Prozessionen und anderen Bräuchen sich nun dem Sport wieder widmen konnte. Der Gast aus Godshorn reiste mit latenten Abstiegssorgen an den Bischofsholer Damm, die Blauen konnten beseelt von einer Serie der ewigen Ungeschlagenheit und der relativen tabellarischen Bedeutungslosigkeit frei aufspielen. Henrik Larsen musst in seiner Fünferkette improvisieren, Ahmed Belgacem begann rechts und David Sitzer links. Im Mittelfeld bekam Shin Akimoto den Vorzug und der in Bavenstedt starke José Gasperini die Chance von Beginn an. So ging es los, an diesem Sonntag nach Ostern. 

Spiel ohne große Höhepunkte in Durchgang eins, aber mit dem Unterschied Björn Masur

Das Spiel begann und wollte doch nicht so recht Fahrt aufnhemen. Die Gäste aus dem Langenhagener Stadtteil versteckten sich nicht, spielten mit und zeigten insbesodere in der Kombination der Brüder Kasumović immer wieder spielerische Lösungen. Die beiden mussten ihr Tun ohne Hilfe von Neuzugang Niko Gießelmann verrichten, der nicht im Kader stand. Die Blauen fanden nach vorne zunächst keine Idee, blieben aber geduldig. Defensiv musste erstmal Dominik Grimpe eingreifen, der nach 12 Minuten sehenswert rettete. Nach 19 Minuten dann die Führung des SVA. Nach einer Ecke kam der Ball zurück in den Sechzehner, David Sitzer legte per Kopf auf und Björn Masur nickte per Kopf ein, 1:0! Im Stile eines Mittelstürmers, den der SVA schon Ewigkeiten gesucht hat, knipste dieser Mittelstürmer nun schon im zweiten Spiel in Folge mustergültig. Im Anschluss hatten die Blauen alles im griff, hätten sich aber nach einer halben Stunde fast den Ausgleich gefangen, den Dominik Grimpe erneut stark verhinderte. Kurz danach wurde der SVA wieder gefährlich. Zunächst per Kopf nach knapp 35 Minuten und dann, fast mit dem Halbzeitpfiff, erneut durch den eifrigen Björn Masur, der hier das zweite Tor auf dem Fuß hatte. Halbzeit.

Slapstick und Klamauk in Halbzeit zwei

Die zweite Halbzeit war nichts für Menschen, die zu spät kommen. Keine Zeigerminute war gespielt, da saß Kapitän Yannick Bahls auf dem Hosenboden und signalisierte, dass eine Auswechslung vonnöten sei. Seine eigene. Kaum war diese Auswechslung vollzogen, stand es auch schon Unentschieden. Ein herrlicher Sololauf durch die noch nicht wieder sortierte Hintermannschaft der Blauen hatte zum Ausgleich geführt. Man hatte das Gefühl, die Blauen hätten diesen Ausgleich irgendwie gebraucht. Von nunan spielten sie offensiv mutig, zogen ein Flügelspiel auf und kamen zu Chancen. Shin Akimoto setzte sich toll durch, bediente Jose Gasperini, der auf Dag Rüdiger ablegte. Dieser Spielzug hätte einen Treffer verdient gehabt. Erneut Dag Rüdiger mit guter Aktion nach einer Stunde und abermals Shin Akimoto über Außen sorgten für Furore. Den Deckel auf dieses Spiel machten aber zwei Tore, die man mit geschriebenem Wort schwer erklären kann. Hierzu bedarf es bewegter Bilder. Zunächst schlug Emin Sassi einen Ball lang in Richtung Sechzehner der Gäste, die zunächst per Kopf nicht klären konnten und dann ihrer eigenen Torwart sich selbst übertölpeln ließen, der den aufkommenden Ball eher unterlief als ihn zu fangen. Ein Portion Schlitzohrigkeit gehört dazu, den passenden Körper im entscheidenen Momente dazwischenzustellen, aber am Ende murmelte der Ball über die Linie und der Jubel auf dem Lahmannhügel war groß. Das zweite Gegentor war ähnlich kurios. Zunächst wurde Björn Masur gekonnt in Szene gesetzt, versuchte sich gegen zwei Verteidiger zu behaupten und kam sogar zum Abschluss. Den Abpraller des Torwarts schoß nun aber der eine Verteidger den Anderen in die Haxen und erneute trullerte der Ball ins Tor. Hätte Schrift auch Ton, hier würde nun Kirmesmusik ertönen. Die Blauen spielten das Spiel nun souverän runter, gewannen erstmals in dieser Saison ein Heimspiel mit drei Toren und bleiben zum 19. Mal in Folge unbesiegt. Eine zirkusreife Geschichte. 

Zwote spielt nicht

Unsere zweite Mannschaft musste leider die frisch geputzten Schuhe im Spind lassen. Der Gegner aus Mecklenheide trat nicht an und überließ den Jungblauen die Punkte. Schade, denn Spaß macht es immer noch mehr auf dem Platz

Samstag nach Tündern in grün

Am kommenden Samstag spielt der SVA bei Schwalbe Tündern in der Schwalbe-Kampfbahn. Anpfiff ist um 15 Uhr. Dieses Spiel findet unter dem Motto „Alle in grün“ statt, so daß die Wäsche der kommenden Woche bereits passend aufgeteilt werden kann. Eine kollektive Anreise mit der S-Bahn ist möglich, sollte vor allem aber auch mit grünen Kleidungsstücken bestritten werden.   

*******************************************
Samstag, 18.04.2026, 15:00 Uhr:
Schwalbe Tündern gegen SV Arminia Hannover
*******************************************

Leave a Reply