Erste Niederlage seit August

Manchmal kommt alles auf einmal. So fiel das Nachholspiel des SVA beim STK Eilvese ausgerechnet terminlich auf das Zirkusprojekt der örtlichen Grundschule. So viel Auswahl an Unterhaltungsprogrammen ließen fast Großstadtflair durch den Neustädter Ortsteil wehen. Die meisten Interessiereten werden sich offensichtlich für den Zirkus entschieden haben, aber auch die Manege mit dem Rasenparkett hatte einiges zu bieten.

Gegentor kurz vor der Pause

Der SVA spielte im auswärtstypischen grün-weiß ein und präsentierte sich von Beginn an griffig. Ein erster Abschluss von Dag Rüdiger nach zehn Minuten war zu ungenau. Defensiv sorgte Dominik Grimpe für den ersten Aufreger in der Manege, jonglierte er doch den Ball zunächst zum Gegner und rettete dann selbst. Die andere Zirkustruppe kam nach knapp 20 Minuten zum ersten nennenswerten Abschluss und spulte ein recht routiniertes Programm ab. Yannick Bahls per Kopf nach Ecke in der 28. Minute sorgte für die nächste gute Gelegenheit, bevor der Fußball etwas in den Hintergrund rückte und der Klamauk die Überhand nahm. Eine alberne Einlage sorgte zunächst für Erheiterung, wurde dann aber doch etwas zu häufig wiederholt. Den Witz des sterbenen Schwans hatten fast alle Anwesenden verstanden, der Mann mit der Pfeife fühlte sich dennoch davon gut unterhalten. Aron Gebreselasie drosch einen Ball kurz vor der Pause in die Mauer, kurz danach wurde Dag Rüdiger rüde gelegt. Einen Pfiff war dem Unterparteiischen diese Attacke nicht wert, aber wir wollen uns ja nicht über Schiedsrichter lustig machen. Das es dennoch mit einem Rückstand in die Pause ging, lag an einer schlafmützigen Aktion der Arminen, die einen Ball nicht konsequent klärten und eine letzte Ecke zuließen, die dann zum Rückstand verwertet wurde. Hätte nicht sein müssen, aber so ging dieser Zirkusabend in die Pause.

Viel Zirkus in Halbzeit zwei

Die beste Chance des Spiels der Arminen hatte Abdulmalik Abdul nach 50 Minuten, als er eine schöne Hereingabe von Shin Akimoto nicht unterbringen konnte. Kurz danach wurde erneut Dag Rüdiger heftig im Strafraum der Gastgeber gefoult, den fälligen Strafstoß gab es jedoch nicht. Vermutlich hätte Dag Rüdiger hierfür ein schwarzes Trikot mit derselben Rückennummer benötigt, aber so ging es für den Routinier nicht weiter. Der eingewechelste Lukas-Nigel Nensel hatte einen Abschluss nach 63 Minuten, bevor wieder der Klamauk Einzug in die Manege einzug. Das ganze Repertoire der Fußballclownerei wurde abgespult. Generell wurde nun viel gelegen und sich anschließend ein beliebiges Körperteil gehalten. Im Hintergrund lief die übliche Zirkusmusik und irgendwo fuhr jemand im Einrad über den Platz und pfiff munter aufgeregt, was die aufgebrachte Menge erheiterte. Den absoluten Höhepunkt gab es nach 75 Minuten, als eine Art Stuhlkreissketch aufgeführt wurde, der erst mit dem Hinweis von Yannick Bahls abgebrochen wurde, dass die meisten Anwesenden doch am nächsten Morgen wieder arbeiten müssten. Danke an den Kapitän, wir würden vermutlich sonst noch immer dort stehen. Dominik Grimpe zeigte noch eine artistische Einlage und rettete glänzend. Leider unterlief dem ansonsten starken Ahmed Belgacem in der 82. Minute der entscheidende Fehler, der den sogenannten Deckel auf den Topf setze. Im Anschluss wurde noch der unsympathischte Spieler des Abends gekürt, aber den Sieger konnten wir nicht ausmachen. So blieb es beim 0:2 aus Sicht der Arminen, die kein schlechtes Spiel ablieferten, aber auch nie wirklich Torgefahr erzeugten. Die Gastgeber schafften dies dann doch häufiger und gehen nicht unverdient als Sieger vom Platz.

Sonntag Heimspiel

Weiter geht es am kommenden Sonntag um 15 Uhr mit einem Heimspiel. Der Gegner ist dann die SSG Halvestorf/Herkendorf. Wir freuen uns dann wieder auf ein Fußballspiel, auch weil uns der Ausflug in die Zirkuswelt nicht so gut gefallen hat. Aber über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten.

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