Auswärtssieg bei Schwalbe Tündern

Aufgrund von Verletzungen und Sperre reiste der SV Arminia mit einem Rumpfkader nach Tündern, präsentierte sich dort aber blendend und muss sich nur vorwerfen lassen, nicht mehr Tore geschossen zu haben. Die Gastgeber hingegen konnten die kurzfristige Verlegung auf Kunstrasen nicht als Vorteil nutzen und stecken tiefer im Abstiegskampf als zuvor.  

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer

Die letzten beiden Partien hatten die Schwalben gewinnen können und so noch einmal Hoffnung im Abstiegskampf geschöpft. So wühlte man tief in der Trickkiste, spielte kurzfristig auf Kunstrasen und warb mit dem Motto, doch alle in blau zum anfeuern zu kommen. Die Gäste aus Bischofshol mussten verletzungsbedingt umbauen, so hütete Ronald Maier das Tor für Dominik Grimpe, der sich tags zuvor einem Eingriff an der Kauleiste unterziehen musste. Kapitän Yannick Bahls fehlte verletzt, Dag Rüdiger gesperrt und Justin Grete fällt mit Außenbandriss ohnehin länger aus. So rückte Vladyslav Pronko in die Viererkette links und Ahmed Belgacem nach rechts. Aufgrund aktutem Personalmangel war eine Fünferkette also nicht möglich und die Blauen nutzten diesen Umstand. Nach knapp zehn Minuten gab Anis Nehme eine erste Visitenkarte im Strafraum der Gastgeber ab, dann folgte der nächste Ausfall. Emin Sassi blieb ohne Fremdeinwirkung liegen und musste mit Verdacht auf Bänderriss ausgewechselt werden. Vladyslav Pronko verteidigte nun innen, der eingewechselte Anton Zholud außen und dies sollte einen Startschuss für eine starke erste Hälfte setzen. Aron Gebreselasie versuchte es nach einer Viertelstunde aus der Distanz und traf kurz danach nach Freistoßflanke von Shin Akimoto freistehend am langen Eck. 19 Minuten waren gespielt. Fünf Minuten später hatte Aleksejs Petrovs das zweite Tor auf dem Fuß, vergab aber frei vorm gegnerischen Schlussmann. José Gasperini, in der ersten Halbzeit in Kombination mit Anton Zholud ein richtiger Unruhefaktor auf links, vergab kurz danach im kurzen Eck. Nach einer halben Stunde hätte Anis Nehme das zweite Tor machen können, vielleicht sogar müssen. Aber im Gefühl war es ein Haken zu viel und der Ball fand nicht den Weg ins Eckige. Kurz darauf abermals die Chance für Anis Nehme, sein Abschluss wurde noch von der Linie gekratzt. Kurz vor der Pause leitete Shin Akimoto einen Konter ein, hatte den Ball am Fuß und doppelte Überzahl, aber am Ende fehlte hier die Zielstrebigkeit. So ging es nur mit einer Führung um ein Tor in die Pause. Die Schwalben haben bisher keinen Sommer gemacht, die Arminen hatten sehr viel Ballbesitz und wirklich gute Torchancen und hätten deutlicher führen können. Im Gegensatz zu den Schwalben agierten die Blauen also wie ein Bussard, der für seine Geduld bekannt ist und auf den passenden Moment des Beutefangs wartet. Da sich der geneigte Arminen-Fan natürlich auch dann und wann mal mit Ornithologie beschäftigt, ist dies ja hinlänglich bekannt. Man muss auch nicht alles wiederholen. Ach ja, Pause.

Abdulmalik Abdul greift spät zu

Der Spatz in der Hand ist besser als die Taube auf dem Dach und so ging es eben mit dieser knappen Führung in Durchgang zwei. Zunächst hätte Shin Akimoto nach schöner Einzelaktion Erfolg haben können, scheiterte aber leider am eigenen Abschluss ehe es Aleksejs Petrovs rustikaler, aber nicht zielführender versuchte. Nach einer knappen Stunde bemerkten die Schwalben, dass sie gar nicht so deutlich hintenlagen und öffneten die sogenannte tündernsche Fußballkiste. Darin enthalten sind die eben einfachen Tugenden, die aber die Gastgeber zurück ins Spiel brachten. Zunächst durch ein paar Freistöße, manche möglicherweise durch die Namensgebung des Vereins hervorgerufen und dann auch aus dem Spiel. Waren die Freistöße zunächst harmlos, wurde es aus dem Spiel heraus griffiger. Nach knapp 65 Minuten die dicke Chance zum Ausgleich, der Ball konnte aber von der Linie gerettet werden. Im Gegenzug hätte Anton Zholud den Deckel drauf machen können, scheiterte aber am Torwart und der Torlatte. Im Gegenzug rettete die Torlatte des SVA auch einen Einschlag. Beide Tore scheinen also akkurat vermessen und gleich groß. Zehn Minuten erneut die Chance für den wirklich emsigen Anton Zholud, der aber vergab und sich ähnlich wie José Gasperini nicht mit einem Tor für die tolle Leistung belohnte. Auch Shin Akimoto hätte in der 82. Minute das Ei ins Nest legen können, aber weiß der Geier warum der Japaner im Torabschluss an diesem Tage seinen Endgegner fand. Es bedarf also der Einwechslung von Abdulmalik Abdul, um hier für geordnete Verhältnisse zu sorgen. Die liberianische Harpyie nutzte einen tollen Pass von Anis Nehme, der zuvor von Ahmed Belgacem in Szene gesetzt wurde und netzte zur Entscheidung ein. Anschließend wurde noch José Gasperinini ausgewechselt und durch Dominik Grimpe ersetzt, da die Ersatzbank einerseits keine Optionen mehr bereithielt und andererseits Dominik Grimpe auch einfach jede Position bekleiden kann. Zwei Minuten später war Abpfiff und seinen einzigen Zweikampf hatte Dominik Grimpe verloren, was ihn aber auch irgendwie menschlich erscheinen ließ. Ein hochverdienter Sieg für den SVA, der offensiv phasenweise wirklich brillierte und ein wirklich tolles Spiel ablieferte. Hinterher darüber zu unken, dass es ein paar Tore mehr auch hätten sein können ist schon auch anmaßend. Machen wir also nicht, nehmen die drei Punkte mit und halten natürlich die Serie am Leben. Das hat Spaß gemacht!  

Die Zwote mit Remis im Topspiel

Die Zwote spielte ebenfalls bereits gestern und konnte im Topduell gegen den SV Afro 237 ein 1:1 erreichen. Jasper Grotjahn egalisierte die Gästeführung kurz nach der Pause und hält die Zwote auf Tüchfühlung zur Spitze. 

Mittwoch Nachholspiel bei KK

Bereits am kommenden Mittwoch geht es für die Zugvögel um Henrik Larsen weiter, geplündert werden soll dann die Krähenwiese in Kaltenweide. Anpfiff ist um 19 Uhr, zumindest Dag Rüdiger sollte zurück im Kader sein nach seiner Sperre. Angereist werden kann mit den ÖPNV und der S-Bahn oder dem Bus ab Langenhagen-Mitte. Verbindungen sind den einschlägigen Medien von Üstra, GVH und Deutscher Bahn zu entnehmen. Wir sehen uns vor Ort, müssen jedoch auch darauf hinweisen, dass ziemlich sicher Herrenhäuser ausgeschenkt werden wird.  

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Mittwoch, 22.04.2026, 19:00 Uhr:
TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gegen SV Arminia Hannover
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